Nach fast 40 Dienstjahren als Pfarrer in der ELKB und 24 Jahren beim EBW Coburg – heute EEB Oberfranken West – als theologischer Referent ist Dieter Stößlein am 25.1.2026 in den Ruhestand verabschiedet worden. Über die Mitarbeiterfortbildung im Dekanat Weiden war er zur Erwachsenenbildung gekommen. Nach einem berufsbegleitenden Masterstudium an der FH Nürnberg (M.Edu) begann er 2002 im EBW Coburg die Forumsarbeit aufzubauen und die Themen des konziliaren Prozesses Frieden-Gerechtigkeit-Bewahrung der Schöpfung in ihren aktuellen Herausforderungen dem gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen.
„Mir war eine qualitätsorientierte Arbeit wie die berufsübergreifende Zusammenarbeit stets wichtig. Mit meinem Kollegen Rolf Schilling haben wir als erste in Oberfranken QVB eingeführt.“
Als Arbeitsschwerpunkte bildeten sich Podien, der interreligiöse Dialog, die lebendige Erinnerungskultur in Coburg in und mit der Stadt Coburg heraus.
Beruflicher Höhepunkt war die Lutherdekade mit ihren Themenjahren, die er als Referent für Coburg und den Kirchenkreis in vielen Projekten gestalten durfte und mit dem Jubiläumsjahr ihren Abschuss fand.
„Die Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ und die Jubiläumsfeierlichkeiten boten uns in vielen Arbeitskreisen die Möglichkeit evangelische Themen und deren Bedeutung für die Gegenwart mit und in der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu bringen.“
Besonders wichtig war ihm stets in Netzwerken zu arbeiten, diese aufzubauen und so die Themen der Erwachsenenbildung in der Stadt zu etablieren. Aus der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg konnte z.B. die Qualifizierung von Kulturdolmetscher*innen in Coburg etabliert werden und er war beim Integrationskonzept und der Erinnerungskultur ein wichtiger Ansprechpartner.
Die 2021 entstandene Verschmelzung der EBWs Bamberg, Coburg und Kronach-Ludwigsstadt-Michelau zur EEB Oberfranken West hat er wesentlich mit vorangetrieben und geschäftsführend begleitet. „Auch wenn es manchmal noch ruckelt.“ wie er anmerkt. „Denn wichtig ist die Präsenz vor Ort! Das ist mein Wunsch für die gesamte Erwachsenenbildung in Bayern.“
Und im Ruhestand?„Mit manchen Dingen wächst man zusammen. Der interreligiöse Dialog bleibt und auch die Mitarbeit im Netzwerk Pädagogik. Das Pilgern habe ich neu entdeckt und werde Touren begleiten. Denn Ruhestand heißt für mich: Man steht bereit für neue Aufgaben.“
